Kunststoffe und Hochleistungskunststoffe für technische Anwendungen mit hoher Präzision zu zerspanen, ist anspruchsvoller als man denkt. Denn jeder Kunststoff reagiert dabei auf seine Weise. Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist die Röchling Industrial Laupheim GmbH.

Das Zerspanen von Kunststoffen ist nicht so einfach wie man denkt und völlig anders als bei der Metallzerspanung. Spanbildung, elektrostatische Aufladung, Duktilität des Werkstoffs, Spannungen im Werkstoff, Wärmeeintrag und vieles mehr sind zu beachten. Jeder Kunststoff reagiert bei der Zerspanung auf seine Weise. Da ist Know-how gefragt, Erfahrung, die richtige Zerspanungsstrategie und Aufspannung.

Wenn man zum Beispiel Kunststoff Fräsen möchte, sollte man insbesondere die Schmelztemperatur thermoplastischer Kunststoffe, die bei ca. 150°C liegt, berücksichtigen. Hieraus leiten sich dann die richtigen Schnittdaten und Fräser ab. Da Kunststoffe im Vergleich zu metallischen Werkstoffen ein geringes Wärmeableitvermögen sowie einen niedrigen E-Modul haben, kann es durch eine unsachgemäße Bearbeitung zu starker Erwärmung des Werkstückes und damit zu einer Wärmedehnung kommen. Hohe Spanndrücke und stumpfe Werkzeuge erzeugen zudem Verformungen während der Bearbeitung. Wie auch bei der Metallbearbeitung, sollten auch Kunststoffe während der Bearbeitung gekühlt werden. Als Kühlung empfiehlt sich Pressluft oder Bohremulsion, welche temperaturbedingte Probleme mindern. Mit hohen Schnittgeschwindigkeiten und unter mittleren Vorschüben lassen sich hohe Zerspanleistungen bei gleichzeitig guter Oberflächenqualität und Genauigkeit erreichen. Auch ist darauf zu achten, dass die Fräs-Werkzeuge einen ausreichend großen Spanraum aufweisen. Damit ist eine zuverlässige Spanabfuhr gewährleistet und es wird ein Wärmestau vermieden.

Spezialisten auf diesem Gebiet, wie die Röchling Industrial Laupheim, haben ein so umfangreiches Zerspanungs-Know-how aufgebaut, dass man qualitativ hochwertige Frästeile mit bis zu 14.000 mm Länge, Durchmessern von bis zu 4.000 mm und 5 Tonnen Gewicht oder Großdrehteile mit 2.000 mm Durchmesser für nahezu jede Industrie fertigen kann. Auch die Mikrozerspanung von Kleinstbauteilen mit nur 0,5 mm Durchmesser gehört zum Programm des Laupheimer Spezialisten für die spanabhebende Fertigung.

 

Fact & Figures

Nach der Übernahme des Laupheimer Kunststoffverarbeiters Fischer GmbH Kunststoff Präzision im Januar 2018 durch die Röchling-Gruppe, firmiert die Firma unter dem neuen Namen: Röchling Industrial Laupheim GmbH. Das Unternehmen mit den Standorten in Laupheim/Deutschland und Arnstadt/Deutschland ist innerhalb des Unternehmensbereiches Industrie von Röchling ein Spezialist für die spanabhebende Fertigung von CNC-Dreh- und Fräsbauteilen aus thermoplastischen Kunststoffen. Man fertigt nach Kunden Vorgabe hochpräzise Fertigteile aus Kunststoff mit sehr engen Toleranzen. Beschäftigt werden derzeit über 150 Mitarbeiter an zwei Standorten. Die 19 eng vernetzten Zerspanungsbetriebe im Unternehmensbereich lndustrie sind weltweit führend in der Zerspanung von thermo- und duroplastischen Kunststoffen.

Kontakt: www.roechling.com/de/industrie/