In Deutschland fallen jährlich fast 6 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle an und davon entfallen etwa 5 Mio. Tonnen auf Materialien, die durch den Ge- und Verbrauch von Kunststoffprodukten entstehen. Stoffe, die früher als Abfall bezeichnet wurden, gelten heute als wertvolle Rohstoffe, deren Wiederverwendung hilft, die Ressourcen zu schonen.

Nicht erst seit dem Thema Marine Littering ist Recycling ein gesellschaftspolitisches Thema. 2015 wurden bereits 46 Prozent der Kunststoffabfälle werkstofflich oder rohstofflich verwertet. Aus Klima- und Umweltschutzsicht ist ein Erhöhen dieser Recyclingquoten aber absolut notwendig. Mahlgut und Regranulat aus recycelten Kunststoffabfällen von Industrie und Handel ist deshalb heute immer mehr gefragt. Mit der Nutzung von Regranulat tragen die Kunststoffverarbeiter aktiv zum Umweltschutz bei. Kunststoffwertstoffe, die ohne Weiterverarbeitung Abfall wären, werden so effizient recycelt und können dem Produktionsprozess zeitnah wieder zugeführt werden. Dies senkt effektiv die Beschaffungs-, Produktions- und Transportkosten. Das aus Ausschüssen der Kunststoffindustrie hergestellte Mahlgut, kann bei vielen Fertigungsprozessen wieder zum Einsatz kommen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine fachgerechte Aufbereitung des Ausgangsmaterials zu einem sauberen und damit gleichwertigem Sekundärrohstoff. Solche Sekundärrohstoffe haben natürlich den Vorteil eines kostengünstigeren Substitutes, welches zudem direkt, also schnell in der Produktion wieder einsetzbar ist. Mahlgut hat unterschiedliche und unregelmäßige Teilchengrößen von 2 mm bis 5 mm und kann Staubanteile enthalten.

Wie bereits aus dem Namen Regranulat ersichtlich wird, handelt es sich um eine Form von Granulat, also einer Form ähnlich wie Sand oder Kies, was den Transport des Granulats vereinfacht. Das Kunststoffgranulat, oder in unserem Fall auch das Rohmaterial, ist die ursprüngliche und auch typische Form eines thermoplastischen Kunststoffs. Das Regranulat ist dann wiederum ein recyceltes Produkt aus einem solchen thermoplastischen Kunststoff. Dieses Regranulat verfügt über die gleichen Eigenschaften wie das Granulat. Ausgangsmaterial für das sogenannte „Regranulieren„, ist jedoch ein sortenreines Mahlgut. Regranulat hat eine gleichmäßige Korngröße und keinen Staubanteil. Die RDG Kunststoffe GmbH in Kraftisried hat sich auf das Einmahlen, das Regranulieren und die Compoundierung von hochwertigen, technischen Kunststoffen spezialisiert und leistet deshalb auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Das Allgäuer Unternehmen sieht sich als Partner, wenn es um die Aufbereitung von Kunststoffen geht. Gerade im Bereich der technischen Kunststoffe verfügt man über ausgewiesenes Know-how und langjährige Erfahrung. Neben dem Einmahlen von Produktionsresten, Anfahrteilen und Anfahrklumpen liegt der Schwerpunkt in der professionellen Aufbereitung von Aramid und Glasfasern, Farbbatches oder Mineralstoffen.

Fact & Figures

RDG Kunststoffe erarbeitet gemeinsam mit seinen Kunden für jeden Anwendungsfall das richtige Produkt. Bei größeren Entwicklungsumfängen verfügt man über ein hervorragendes Netzwerk in räumlicher Nähe zum Standort, um ein passgenaues, prozessfähiges und wissenschaftlich basiertes Compound zu entwickeln und herzustellen. Zertifiziert ist man nach DIN EN ISO 9001:2015. Mit Wirkung zum 1. Juli 2018 übernahm Mathias Fröhlich, einer der drei Geschäftsführer der RDG Kunststoffe, die Anteilsmehrheit an dem Regranulierer und Compoundeur und hält damit 67 Prozent. Mit der jetzigen Änderung der Eigentümerstruktur gab der Gesellschafter Rajmund Zvanic seine Anteile vollständig an Fröhlich ab und Gesellschafter Dieter Freiberger verringerte seine Geschäftsanteile auf 33 Prozent.

Kontakt: www.rdg-kunststoffe.com