Vor allem in den Anwendungsbereichen Elektrotechnik/Elektronik, Bauindustrie, Automotive aber auch in der Textilindustrie, müssen Kunststoffe brandschutztechnische Anforderungen erfüllen und dadurch ein bestimmtes Sicherheitsniveau gewährleisten. Denn die meisten Kunststoffe sind brennbar oder werden durch Hitzeeinwirkung zersetzt. Deshalb benötigen einige Branchen für die gelieferten Kunststoffe eine UL-Zertifizierung. Die Bada AG hat mit zwei neu entwickelten Produkten eine neue Benchmark für halogenfrei flammgeschützte Polyamide auf dem Kunststoffmarkt gesetzt.

UL oder auch „Underwriters Laboratories“ steht für eine weltweit tätige Zertifizierungsgesellschaft, die Bewertungen von Materialien hinsichtlich der Bestimmung der Entflammbarkeit (Brenneigenschaften), Entzündungseigenschaften aus vielen thermischen und elektrischen Quellen, elektrische Nachverfolgung und zusätzliche elektrische Eigenschaften und analytische Prüfungen, durchführt. UL entwickelt Normen und Verfahren, um Produkte, Materialien, Komponenten, Bauteile, Geräte, Systeme und Ausrüstungsgegenstände sicherheitstechnisch zu prüfen. Deshalb lassen Kunststoffhersteller ihre Produkte prüfen, um sicherzustellen, dass strenge Sicherheitsstandards sowie die Leistungserwartungen der OEMs eingehalten werden. Die beiden neuen Materialien von Bada bestechen durch ein herausragendes technisches Eigenschaftsprofil kombiniert mit flammhemmenden Eigenschaften und kurzen Zykluszeiten im Spritzgussprozess. Beide Materialtypen Badamid C70 FR HF HH und Badamid BA70 FR HF HH sind bis zu einer Wandstärke von 0,4mm nach UL94 V-0 flammgeschützt und erreichen höchste RTI-Werte bis 130°C. Zu diesen neuen UL-gelisteten Materialien hat man die seit Jahren auf dem Markt etablierten Produkte Badamid UL A703 GF(XY) FR HF und Badalac UL ABS 30 FR01 mit der 5VA-Listung nach UL94 auf der bestehenden Yellow Card ergänzt. Mit dieser zusätzlichen Listung ist es nun möglich beide Materialien auch als Werkstoff für Abdeckungen oder Gehäuse einzusetzen, in deren unmittelbarer Nähe elektronische Kontakte vorliegen. Des Weiteren wurde bei dem Badalac UL ABS 30 FR01 die minimale Wandstärke auf 0,75mm nachgelistet, sodass nun auch Bauteile mit entsprechend dünneren Wandstärken mit dem Badalac UL ABS 30 FR01 verarbeitet werden können. Das neue Produkt ist deutlich besser einfärbbar und hinsichtlich mechanischer Kennwerte auch nochmal optimiert worden.

Abgerundet werden die oben genannten Materialien mit der Produktgruppe Badaflex UL TPE-S 40-90A FR01. Hierbei handelt es sich um einen flammgeschützten Weichkunststoff auf Basis von SEBS mit einer Shore-Range von 40° bis 90A. Das Material ist auch wie die oben genannten Materialien UL94-V0 gelistet bis zu einer Wandstärke von 0,4mm. Damit ist dieses Material ideal für dünnwandige Bauteile wie zum Beispiel Dichtungen, welche flammhemmende Eigenschaften aufweisen müssen.

Im Detail - Die UL Yellow Card

Eine Yellow Card wird automatisch ausgegeben, wenn Polymermaterialien erfolgreich UL-Prüfungen unterzogen wurden und ein UL Prüfzeichen für zugelassene Komponenten erhalten. UL Prüfungen umfassen: Entzündungs- und Brenneigenschaften von thermischen und elektrischen Quellen, elektrische, physikalische und mechanische Eigenschaften sowie die Wirkung der Exposition auf erhöhte Temperaturen, Kälte, Wasser, UV-Strahlung, chemischen Flüssigkeiten usw..

 

Fact & Figures

Als mittelständisches Unternehmen hat sich die Bada AG, mit Sitz im badischen Bühl, einen Namen gemacht mit hochwertigen Produkten und innovativen Ideen in der Herstellung und im Vertrieb von technischen Thermoplasten und Elastomeren für die Spritzgussindustrie. Seit 1998 fertigt man hochwertige technische Thermoplaste und thermoplastische Elastomere für so unterschiedliche Branchen wie Automobil, Elektronik, Sport und Freizeit, Bau, Möbelherstellung, Medizintechnik und Haushaltswaren. Eine zweiten Produktions- und Vertriebsstandort hat der Kunststoffspezialist im spanischen Huesca. Die Produktionskapazität beträgt etwa 30.000 to. die mit 10 Doppelschnecken-Extrudern hergestellt werden. Zwei Laborextruder stehen für Materialneuentwicklungen und Farbnachstellungen zur Verfügung. Für die Produktionskontrolle werden zur Herstellung von Probekörpern sechs Spritzgießmaschinen eingesetzt. Zahlreiche interne Labore prüfen und qualifizieren die Materialien. Die komplette Bada-Gruppe erwirtschaftet einen Umsatz von ca. 85 Mio. Euro.

Kontakt: www.bada.de

Das Unternehmen bietet individuell passende Materiallösungen für unterschiedlichste Kunden und Anwendungen bei einem Höchstmaß an Flexibilität und Qualität.

Bildquelle: Bada AG