Vor 112 Jahren begann das Zeitalter der vollsynthetischen Kunststoffe: 1907 ließ der belgisch-amerikanische Chemiker Henri Baekeland das von ihm entwickelte Hitze-Druckverfahren zur Verarbeitung von Phenolformaldehyd-Harz patentieren. Das „Bakelit“ schien wie gemacht für die damals neuen Technologien der Elektroindustrie und Telekommunikation: leicht formbar, stabil und, vor allem, elektrisch isolierend.

In der Elektrotechnik allgegenwärtig

Deshalb setzte sich das neue Material schnell durch – und veränderte auch die Industrien, in denen es zum Einsatz kam. Die Wanderausstellung „Unter Strom“ des Deutschen Kunststoff-Museums zeichnet die gemeinsame Geschichte der Elektroindustrie nach und der Kunststoffe mit zahlreichen Beispielen aus seiner Sammlung nach.

Während der KPA ist die Ausstellung auf einer „Special Area“ zu sehen und zeigt beispielhaft den Einzug des Kunststoffs in industrielle Anwendungen – von den zaghaften Anfängen bis zur heutigen Allgegenwärtigkeit im Bereich der Elektrizität und Elektronik. Dabei reicht das Spektrum von der Energieerzeugung (Hochspannungsisolatoren) über den Energietransport (Kabel) bis zu Konsumgütern (Küchengeräte, Fernseher) und neueren Technologien der Energieerzeugung (Rotorblätter für Windenergieanlagen, Polymermembranen für Brennstoffzellen).

Blick in die Zukunft gehört dazu 

Soweit zur Geschichte und zur Gegenwart der Verbindung von Kunststoff und Elektrizität, die „Unter Strom“ auf beeindruckende Weise und über einen Zeitstrahl von mehr 110 Jahren zeigt. Der für Messen typische Ausblick in die Zukunft setzt sich dann auf den Ständen der Aussteller wie z.B. Bayka Bayerische Kabelwerke und Coroplast fort, die hochwertige Produkte und Lösungen aus Kunststoff für die Energie- und Elektroindustrie zeigen werden. Denn die enge Verbindung von Kunststoff und Strom bzw. Signalen wird weitergehen.

Bildquelle: Deutsches Kunststoff-Museum, Oberhausen